EU-Icons für KI-Kennzeichnung: Das musst Du jetzt wissen

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Neue EU-Symbole zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten

Die Europäische Union hat einen wichtigen Schritt für mehr Transparenz bei künstlicher Intelligenz gemacht: Offizielle EU-Icons zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten sind jetzt verfügbar. Wenn Du KI-Systeme in Deinem Unternehmen einsetzt, solltest Du diese neuen Regelungen kennen – sie betreffen Dich möglicherweise direkt.

Was bedeutet das KI-Gesetz für Dein Unternehmen?

Das EU-KI-Gesetz führt klare Transparenzvorschriften ein. Anbieter und Betreiber generativer KI-Systeme müssen bestimmte KI-generierte Inhalte kennzeichnen. Die EU stellt dafür kostenlose Symbole zur Verfügung, die integraler Bestandteil des Verhaltenskodex für die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten sind.

Diese Symbole helfen Nutzern dabei, auf einen Blick zu erkennen, dass Inhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Das Ziel: Vertrauen stärken, Fehlinformationen reduzieren und informierte Entscheidungen ermöglichen.

Welche KI-Inhalte müssen gekennzeichnet werden?

Nicht alle KI-generierten Inhalte fallen unter die Kennzeichnungspflicht. Nach Artikel 50 Absatz 4 des KI-Gesetzes musst Du folgende Inhalte offenlegen:

Deep Fakes – KI-manipulierte Medieninhalte

Deep Fakes sind KI-generierte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte, die bestehenden Personen, Objekten, Orten oder Ereignissen ähneln und einer Person fälschlicherweise als authentisch erscheinen würden. Wenn Du solche Inhalte erstellst oder veröffentlichst, besteht Kennzeichnungspflicht.

KI-generierte Texte zu öffentlichen Angelegenheiten

KI-generierter oder manipulierter Text, der veröffentlicht wurde, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren, muss gekennzeichnet werden – es sei denn, er wurde einer menschlichen Überprüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen und eine natürliche oder juristische Person trägt die redaktionelle Verantwortung.

Wichtige Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht

Künstlerische und kreative Werke

Wenn Deep Fake Content Teil eines offensichtlich künstlerischen, kreativen, satirischen, fiktiven oder analogen Werks ist, gelten eingeschränkte Transparenzpflichten. Die Offenlegung muss dann in geeigneter Weise erfolgen, ohne die Darstellung oder den Genuss des Werks zu behindern.

Gesetzlich zulässige Verwendung

Die Offenlegungspflicht entfällt, wenn die Verwendung von Deep Fakes oder veröffentlichten Texten gesetzlich zulässig ist, beispielsweise um Straftaten aufzudecken, zu verhindern, zu untersuchen oder strafrechtlich zu verfolgen.

Redaktionell kontrollierte Texte

Bei KI-generiertem Text entfällt die Kennzeichnungspflicht, wenn dieser einer menschlichen Überprüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen wurde und eine Person die redaktionelle Verantwortung trägt.

Die drei EU-Icons im Überblick

Die EU stellt drei verschiedene Icons zur Verfügung, jeweils in vier Variationen (schwarz, weiß, schwarz mit 50% Transparenz, weiß mit 50% Transparenz) und in den Formaten SVG und PNG:

1. Basis-Symbol

Wann verwenden: Wenn KI an der Erstellung von Deep Fake Content (Bild, Audio, Video) oder veröffentlichtem Text beteiligt war, oder wenn ein benutzerdefiniertes Textlabel oder eine interaktive zweite Ebene implementiert ist.

Beispiel: Deep-Fake-Video mit dem Text „Stimmen generiert mit“ gefolgt vom Basis-Symbol.

2. Vollständig KI-generiert

Wann verwenden: Wenn der gesamte Deep-Fake-Content oder Text vollständig von KI generiert wurde, ohne von Menschen geschaffene Elemente oder menschliche redaktionelle Kontrolle (abgesehen von der Eingabeaufforderung).

Beispiele:

  • Vollständig KI-generierte Deep-Fake-Videos
  • Vollständig KI-komponierte Musik oder Kunst
  • KI-generierte Nachrichtenzusammenfassungen

3. Teilweise KI-modifiziert

Wann verwenden: Wenn bereits bestehende, von Menschen erstellte Inhalte teilweise modifiziert wurden und KI zur Erstellung einer Deep Fakes oder eines Textes zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse verwendet wurde.

Beispiele:

  • Ein Gesicht in einem authentischen Foto wird mit KI ausgetauscht
  • Authentische Fotos einer leeren Wohnung werden mit KI eingerichtet

So werden die EU-Symbole korrekt angezeigt

Der Verhaltenskodex für die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten definiert detaillierte Platzierungsspezifikationen. Die wichtigsten Regeln im Überblick:

  • Rechtzeitige Sichtbarkeit: Das Symbol muss spätestens zum Zeitpunkt der ersten Exposition deutlich wahrnehmbar sein
  • Optimale Platzierung: Dort platzieren, wo keine dazwischenliegenden Overlay-Elemente vorhanden sind
  • Direkte Einbettung: Das Symbol sollte direkt in den Deep Fake oder veröffentlichten Text eingebettet werden (außer bei kreativen Werken)
  • Persistenz: Das Symbol muss sichtbar bleiben, wenn Inhalte erneut geteilt oder heruntergeladen werden

Barrierefreiheit ist Pflicht

Bei der Implementierung der EU-Icons musst Du Barrierefreiheitsmaßnahmen beachten:

  • Das Symbol sollte in einer deutlich sichtbaren Größe dargestellt werden
  • Begleitende Texte sollten einfache Sprache verwenden und Fachjargon vermeiden
  • Das Symbol sollte durch assistive Technologien mit Alt-Text oder ARIA-Labels lesbar sein
  • Bei zeitlich begrenzter Anzeige muss das Symbol lange genug sichtbar sein für Nutzer mit kognitiven oder Verarbeitungsschwierigkeiten
  • Interaktive zweite Ebenen müssen mit Hilfstechnologien navigierbar sein

Nutzungsrechte und Lizenz

Die gute Nachricht: Diese Symbole sind öffentlich zugänglich und können von jedem frei verwendet werden, ohne dass eine Zuschreibung zur Europäischen Kommission oder zum Amt für künstliche Intelligenz erforderlich ist.

Wichtig zu beachten: Die Verwendung der EU-Symbole ist optional, die Kennzeichnungsanforderungen nach Artikel 50 des KI-Gesetzes sind es jedoch nicht. Die reine Verwendung dieser Icons stellt für sich genommen keine Rechtskonformität dar. Du bist weiterhin verantwortlich, sicherzustellen, dass jede Offenlegung den Anforderungen des KI-Gesetzes entspricht.

Was bedeutet das für Deine KI-Strategie?

Die neuen EU-Icons zur Kennzeichnung von KI-Inhalten sind mehr als nur ein regulatorisches Detail – sie markieren einen wichtigen Schritt hin zu verantwortungsvoller KI-Nutzung in Unternehmen. Wenn Du generative KI-Systeme einsetzt, solltest Du jetzt handeln:

  • Prüfe, welche Deiner KI-generierten Inhalte unter die Kennzeichnungspflicht fallen
  • Implementiere die EU-Icons entsprechend den Platzierungsspezifikationen
  • Stelle Barrierefreiheit sicher
  • Dokumentiere Deine Compliance-Maßnahmen

Professionelle Unterstützung für KI-Compliance

Die Einhaltung des EU-KI-Gesetzes kann komplex sein, besonders wenn Du bereits umfangreiche KI-Lösungen im Einsatz hast. Bei AI-Guys unterstützen wir Unternehmen nicht nur bei der Implementierung innovativer KI-Technologien, sondern auch bei der rechtskonformen Umsetzung.

Unsere KI-Experten helfen Dir dabei, Deine KI-Strategie zukunftssicher zu gestalten – von der technischen Implementierung über die korrekte Kennzeichnung bis hin zur vollständigen Compliance mit dem EU-KI-Gesetz.

Kontaktiere uns für eine kostenlose KI-Beratung und erfahre, wie Du KI-Lösungen in Deinem Unternehmen effizient, kostensenkend und rechtskonform einsetzt. Wir entwickeln maßgeschneiderte Lösungen, die nicht nur Deine Prozesse automatisieren, sondern auch alle regulatorischen Anforderungen erfüllen.

Weitere Informationen zu den EU-Icons findest Du auf der offiziellen Website der EU-Digitalstrategie oder beim AI Act Service Desk.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.